Freitag, 18. September 2015

Licht für den Tschad

Mittlerweile ist ja der von uns gepackte Container schon ein paar Wochen unterwegs in den Tschad. Wenn alles nach Plan läuft, wird er im November ankommen. Bei unserem Besuch im vergangenen Jahr hatten wir Kontakt zu Schweizer Missionaren, die im Tschad schon erfolgreich Solarsysteme installiert haben.

Zusammen mit der Firma Solar Weber in Mösbach haben wir ein Komplettsystem aus Solarmodulen, Regeltechnik und Gelbatterien zusammengestellt. In den Gelbatterien wird der Strom für die Nachtstunden gepuffert und so ist auch endlich nachts Strom im Krankenhaus vorhanden. Das komplette System wird von den Schweizern vor Ort zusammengebaut und in Betrieb genommen. Alle Arbeiten wurden mit den Mitarbeitern von Solar Weber abgestimmt, so dass die Anlage problemlos im Krankenhaus Bebalem in Betrieb gehen dürfte. Das System arbeitet weitgehend wartungsfrei, was fachkundiges Personal vor Ort überflüssig macht.




Der benötigte Strom für den Tagesbedarf liefert bisher ein Generator

Endlich Licht im Krankenhaus

Das Krankenhaus in Bebalem liegt etwa eineinhalb Autostunden von der Provinzhauptstadt Moundou entfernt und ist nur über Sandpisten zu erreichen. Es bietet ca. 200 Betten und hat unter anderem einem OP-Raum, eine Entbindungsstation, eine Kinderstation und eine Apotheke. Angegliedert sind eine Krankenpflege- und eine Hebammenschule, in denen junge Leute eine sehr gute Ausbildung erhalten und nach ihrem Abschluss im ganzen Land begehrt sind.

Tagsüber liefert ein Generator Strom für die medizinischen Geräte und alle anderen elektrischen Verbraucher. Doch Treibstoff ist teuer. Deshalb wird der Generator nachts abgeschaltet - bisher half da nur der Griff zur Taschenlampe. In Zukunft werden die Batterien für Licht sorgen und den Alltag für das Personal und die Patienten erleichtern.

Solarzellen, Regler und Batterien bringen Licht in Bebalem

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